Mikrofon für Geräuschaufnahmen aus der Umwelt

Erstellt 21 Antworten22 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich suche ein Mikrofon, mit dem ich Geräusche aus der Umwelt digitalisieren kann und bei dem ich einen möglichst "reinen Klang" habe, d. h. ohne großes Rauschen.
Ich bin Anfänger und bitte darum mir mit Tips unter die Arme zu greifen.
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Antwort#2
@Rene.
Rene schrieb:
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Ich suche ein Mikrofon, mit dem ich Geräusche aus der Umwelt digitalisieren kann und bei dem ich einen möglichst "reinen Klang" habe, d. h. ohne großes Rauschen.
Ich bin Anfänger und bitte darum mir mit Tips unter die Arme zu greifen.
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Wenn Du sauberen Ton haben möchtest, dann wird es teuer, sowohl vom Mikrofon her und von der restlichen Ausstattung. Mit einem Mikrofon alleine ist es nicht getan.
Also wenn Du sagst, Du möchtest Geräusche aus der Umwelt aufnehmen, dann hört sich das für mich so an, als ob Du auch Außenaufnahmen machen möchtest.
Für Geräuschaufnahmen im Innenraum zur vertonung von Filmen werden (zumindst was ich in DVD-Beilagen gesehen habe) gerne Neumann Großmembranmikrofone mit Nierencharakteristik genommen. Aber ein Kleinmembraner (Neumann KM 184) geht auch. (Selbstredend stimmt auch der Rest der Aufnahmekette Mikrofon -> Mikrofonvorverstärker -> Aufzeichnungsgerät.)
Beispiellink für Foley:
http://www.movie-college.de/filmschule/ton/geraeuschemacher.htm
Wenn Du selbst raus gehst sieht die Geschichte schon ganz anders aus. Hierbei reicht ein Mikrofon nicht. aus. Du hast draußen auch mit Nebengeräuschen und Wind zu kämpfen. Von daher empfiehlt es sich ein Mikrofon zu nehmen das man mit einem Rycote Windjamer umgeben kann. Hier tut es auch die Kostengünstigere kleinere Variante (gibt es für 20 mm (Schoeps) und für 22 mm (z.B. Neumann KM) Mikrofondurchmesser). Hierbei kann ich ein Mikrofon mit Supernierencharakteristik empfehlen, welches störende Umgebungsgeräusche weniger stark aufnimmt.
Siehe auch folgenden Link:
http://schoeps.de/D-2004/windscreens-baskets.html#bbg
Ohne Windjammer macht es draußen keinen Spaß!
Dazu würde ich noch eine Tonangel empfehlen, damit Du näher an die Geräuschequelle kommst (ich habe leider selbst noch keine Angel hätte aber gerne eine gehabt, als ich geräusche eines kleinen Bachs aufnehmen wollte, denn man kommt nicht überall bequem an die Geräuschquelle ran).
Siehe auch:
http://www.movie-college.de/filmschule/ton/ton_angeln.htm
Dann brauchst Du noch ein Aufnahmegerät (egal ob Digital oder Analog) welches über hervorragende Mikrofonvorverstärker verfügt, um die Ausgangssignale des Mikrofons sauber und ohne Rauschen zu verstärken.
Bei mir sieht die Aufnahmekette so aus.
Schoeps CMC6 41g mit Babyball und Windjammer, dazu einen Fostex FR-2 Field recorder. Da bist Du leider erst mit ca. 2500 Euro dabei.
Aufgenommen in der Bielefelder Innenstadt, und einige Nebenfrequenzen herausgefiltert (auch hier hätte ich mir eine Tonangel gewünscht, um näher an die Aufnahmequelle zu kommen):
http://rebecca.machiko.de/audio/Kikeriki.ogg
Ansonnsten kann ich zum Einarbeiten in das Thema folgenden Link aus dem Filmerforum (Bereich Tonaufzeichnungen) empfehlen:
http://www.filmerforum.de/Forum/viewtopic.php?t=3192
Ich hoffe ich habe Deine Frage ausreichend verstanden, und in Deinem interesse geantwortet ...
... ansonnsten frage einfach noch einmal nach. ;-)

Liebe Grüße,
Machiko
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Antwort#3
Wieviel möchtest du ausgeben? Brauchst du nur das Mikro/ist schon Equipment vorhanden? Mikrofone von Neumann, Schoeps, Sennheiser sind zwar spitzenklasse, sind aber auch nicht billig. Hersteller wie z.B. Audiotechnica (AT...) sind m.e. recht preiswert und auch brauchbar (je nach Anwendung)...
Gruß Kyuri
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Antwort#4
Für Geräuschaufnahmen im Innenraum zur vertonung von Filmen werden
(zumindst was ich in DVD-Beilagen gesehen habe) gerne Neumann
Großmembranmikrofone mit Nierencharakteristik genommen.
Als "klanggestalterisches" Werkzeug mag ich eine Großmembran gerne akzeptieren.
Aber was willst Du bei "Naturaufnahmen" bitteschön gestalten?
Auch wenn es schön ist, daß Du DVDs gucken kannst ...
Trotzdem muß man nicht jeden Unfug, den irgendjemand vormacht, aufgreifen.
Bleibt die Frage, wann die Großmembranmikrofone endlich aus den Köpfen verschwinden.
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Antwort#5
Naja, grottenschlecht sind hochwertige GM-Mikrofone natürlich auch nicht.
Allerdings sind Atmo-Außenaufnahmen besonders lustig mit GM-Mikros, da um ein vielfaches schwerer.
-> Mehr Kraft gerade für große Stative nötig bzw. bei Handhaltung erst recht!
-> Gefahr, dass sie fallen höher (Schwerpunkt wird ungünstig beeinflusst)
-> klanglich nicht besser als "kleine Mikrofone"
-> Mehr Platz+schwerer beim Transport
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Antwort#6
@Juppy.
Juppy schrieb:
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Als "klanggestalterisches" Werkzeug mag ich eine Großmembran gerne akzeptieren.
Aber was willst Du bei "Naturaufnahmen" bitteschön gestalten?
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Geräusche aus der Umwelt beinhaltet ja nicht nur Naturaufnahmen, oder habe ich da den Ursprungsposter falsch verstanden?
Die von Dir vorgeschlagenen Naturaufnahmen schließen technische Geräusche aus, oder irre ich mich da?
Ich weis ja nicht was Rene mit Umweltaufnahmen gemeint hat, für mich bedeutet Umwelt alles was uns umgibt. Dies schließt technische Geräusche mit ein. Daher mein Hinweis, wie es andere machen (siehe auch die Links).
Ich selbst nutze ja als braves Mädchen die Kleinmembraner. 0;-)

Juppy schrieb:
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Auch wenn es schön ist, daß Du DVDs gucken kannst ...
Trotzdem muß man nicht jeden Unfug, den irgendjemand vormacht, aufgreifen.
Bleibt die Frage, wann die Großmembranmikrofone endlich aus den Köpfen verschwinden.
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Guck Dir doch mal die Foleyaufnahmen der Filmemacher an ...
... für Aufnahmen in geschlossenen Räumen mag das mit den Großmembranern hinkommen ...
... aber für Außenaufnahmen halte ich das nicht für praktikabel.
Siehe daher auch die im Vorposting verlinkte Aufnahme. Denn die wurde ja mit einem Kleinmembraner gemacht ...
... gelle? :-)

Gibt es eigentlich Windschutzkörbe für Großmembranmikrofone?
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Antwort#7
Ich stelle mir Atmo-Außenaufnahmen besonders lustig mit
Großmembranmikrofonen vor, wenn es in Stereo sein soll.
In jeder Hand ein dickes Ding und dann weit auseinander halten.
Schön h-a-a-a-l-ten. Mindestens 10 Minuten lang.
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Antwort#8
Großmembraner liefern immer noch auf einfachste Weise den besten Rauschabstand, so dass man vielleicht ohne kiloschwere und stromfressende Vorstufe auskommt.
Desweiteren kann ihre ausgezeichnete Richtwirkung für höchste Frequenzen, die sich bei ihnen sonst nachteilig auswirkt, bei Aufnahmen im freien Feld von enormen Vorteil sein. Schließlich will man nicht immer den ganzen Wald rascheln hören, sondern manchmal nur eine Biene.
Wer weiß, warum er was benutzt, kann durchaus Großmembraner sinvoll einsetzen.
Pauschlisierungen in die positive wie negative Richtung helfen niemand.
Bei Gräuschaufnahmen möchte ich zu bedenken geben, dass zwei Kokosnussschalen meist mehr nach Pferd klingen, als so manche Aufnahme von echten Gäulen, ganz unabhängig vom verwendeten Mikrotyp.
Grüße
Opi
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Antwort#9
Seltsam nur, daß sehr viele Geräuschemacher das U87 über ihren diversen "Spielzeugen" haben. Das Argument der linearen Frequenzgänge und Richtdiagramme zieht nicht immer, und ist bei EINER Schallquelle und entsprechend behandeltem Raum zu vernachlässigen. Ob man 120 oder 130 dB Dynamik hat, ist ja meist zu vernachlässigen. Nicht aber bei extrem leisen Geräuschen, die dann schön künstlerisch überbetont werden.
Auch sei zu bedenken gegeben, daß (insbesondere natürlich im analogen Bereich) gute Filter zur Klanggestaltung auch ihren Preis haben. Es dürfte für viele Anwender wesentlich günstiger kommen, 4 verschiedene GMs zu kaufen als 4 gute Equalizer, die den linearen KM-Klang so gestalten, wie man ihn in einem Mix haben will. Ich denke, daß das lange Jahre durchaus ein Kaufargument für kleinere Studios war.
Für Aufnahmen mit natürlichem Raumklang und / oder größeren/mehreren Schallquellen halte ich KMs jedoch für wesentlich besser.
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Antwort#10
Ich kann mich zunächst einmal Machiko anschließen. Es wird teuer, wenn es gut sein soll, denn es soll portabel sein.
Du brauchst als erstes eben, wie du richtig feststellst, ein gutes Mikrofon.
Neben einer oder mehreren "Keulen" wie dem Sennheiser MKH416, MKH60, MKH70, Neumann KMR-81 (?), oder der blauen Schoeps-Gurke ;) kann es je nach Anwendung auch sinnvoll sein, Supernieren (Schoeps *41 ist oft gesehen, ansonsten vielleicht noch die Neumann KM150 oder KM185) und ein bis zwei Stereoanordnungen zu besitzen. Bei letzteren sind Nieren und Druckempfänger-Kugeln sinnvoll.
Laute Umweltgeräusche wie z.B. Explosionen erfordern unempfindlichere Mikrofone, da wäre dann eine dynamische Kugel wie das Sennheiser MD21 angesagt.
Du siehst: der Markt ist groß und unübersichtlich. Für den Anfang und "typische" Umweltgeräusche würde ich zum MKH60 oder 416 raten.
Aufnahmegeräte mit eingebauten Vorverstärkern gibt es ebenfalls einige. Angefangen beim M-Audio Microtrack (größtenteils schlechte Erfahrungsberichte), über Tascam HD-P2 und Fostex FR-2 zu den Produkten von Sound Devices (702, 722, 744), zum Aaton Cantar, zur Deva, und zur Nagra V. Alle digital, alle HD oder Speicherkarte. DAT-Recorder sind out, basta. Analog hast du zwei Möglichkeiten: Nagra oder Nagra. ;)
Das beste Equipment bringt allerdings keine brauchbaren Ergebnisse, wenn der Benutzer unerfahren ist. Also: üben üben üben, und immer wieder üben. So wie im Film klingt das Aufgenommene nie, denn für den Film wird es nachbearbeitet (EQ, Kompressor, ...) - ein mindestens ebenso weites Feld wie das Aufnehmen.
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Antwort#11
"Analog hast du zwei Möglichkeiten: Nagra oder Nagra. ;)"
Nagra oder Stellavox :)))


Bildgestützter Ton oder tongestütztes Bild?
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Antwort#12
;-)))
Großmembraner liefern immer noch auf einfachste Weise den besten Rauschabstand, ...
... so dass man vielleicht ohne kiloschwere und stromfressende Vorstufe auskommt.
ausgezeichnete Richtwirkung für höchste Frequenzen ... im freien Feld von enormen Vorteil sein.
... sondern manchmal nur eine Biene.
dass zwei Kokosnussschalen meist mehr nach Pferd klingen,
als so manche Aufnahme von echten Gäulen
Dieser Vorteil wird aber erst seit der Generation TLM_103 ausgereizt.
Ich sehe den Zusammenhang zwischen Vorverstärker und GM nicht?
Wenn die Biene Deine Bitte erhört und "still hält" statt hin & her zu fliegen? ;-)
Oder darf die Wahl hier auch auf eine Hyperniere fallen?

Gibt es heute noch den Beruf des "Geräuschemachers"?
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Antwort#13
"Gibt es eigentlich Windschutzkörbe für Großmembranmikrofone?"
Soweit ich weiss nicht. Wer will auch schon 1kg an der Angel herumtragen :)))
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Antwort#14
@Tonzauberer.
Tonzauberer schrieb:
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Soweit ich weiss nicht. Wer will auch schon 1kg an der Angel herumtragen :)))
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Unterhalten sich zwei Tonangler ...
... und ich habe neulich mit einer 7 m Angel und einem soooooo großen Großmembraner von einer Leiter aus geangelt ...
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Antwort#15
Es gibt Windschutze für GM, z.B. für U87, SM 69. Sind aber große Bollen!

MfG
Rainer
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Antwort#16
Ja, lieber Georg,
aber zu Vorzeiten war die Kollegenschaft noch richtig fleißig und trug bei Wind und Wetter Georg Neumanns Flasche CM3 (ohnehin erklecklicher Masse) auch zu Außenaufnahmen/Interviews/Reportagen mit sich herum, in deren Windschutz das Haupt seines Schöpfers spielend zu verbergen gewesen wäre.
(Visueller Vergleich möglich: Roessler, Neumann, S. 230 oben....)
Hans-Joachim
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Antwort#17
""DAT-Recorder sind out, basta.""
Gibt es jetzt schon in/out-Modelisten für Equipment? Und wer macht die?
Es gibt wenig Gründe gegen DAT... Basta.
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Antwort#18
DAT als Medium ist einfach zu empfindlich für die härtere Sorte Außenaufnahmen. Dito auch die umständliche Mechanik mit Kopftrommel. Die einzigen wirklich zuverlässigen mobilen DAT-Recorder kosten immer noch sehr viel, und für den Preis kriegt man auch einen ebensoguten HD- oder CF- Recorder. Der bietet aber höhere Auflösung, die bei leisen Naturgeräuschen durchaus wichtig sein kann.
Überspitzt: Wenn ich eine Atmo "Wind im Laub" haben will, dann lasse ich den DA-P1 laufen ohne Mikrofon dran.
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Antwort#19
Hallo,
eigentlich ist diese Diskussion ziemlich unwichtig, aber so ein paar Sachen möchte ich doch geklärt wissen:
""DAT als Medium ist einfach zu empfindlich für die härtere Sorte Außenaufnahmen.""
Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Was macht denn eine DAT-Cassette, die i.d.R. nicht mal gewechselt werden muß so empfindlich für welche "härtere Sorte Außenaufnahmen"??
""Dito auch die umständliche Mechanik mit Kopftrommel.""
Natürlich benötigt das R-DAT-Format eine rotierende Kopftrommel. Aber was heißt umständlich? Ist das regelmäßige Einfädeln von Analogband auf einer NAGRA weniger umständlich? Und weniger Störanfällig? Sicher nicht. Warum war DAT denn jahrelang ein Quasi-Standart? Weil es eine Fehlkonstruktion war? Nein.
""Die einzigen wirklich zuverlässigen mobilen DAT-Recorder kosten immer noch sehr viel, und für den Preis kriegt man auch einen ebensoguten HD- oder CF- Recorder.""
...die aber offenbar noch nicht alle ausgereift sind - die kompromißlosen Profi-Geräte sind wesentlich teurer als gute gebrauchte DAT Geräte.
Und große Medien für lange Spielzeiten sind wesentlich teurer als DAT-Bänder.
""Der bietet aber höhere Auflösung, die bei leisen Naturgeräuschen durchaus wichtig sein kann.""
Ein typischer Trugschluß: Für "leise" Naturgeräusche benötige ich nicht mehr als 16 Bit Dynamik, sondern eine besonders hochwertige Signalkette / viel Gain VOR dem A/D-Wandler - leise und laut hat nur in Kombination (!) etwas mit Dynamik zu tun, gell?
Mehr als 16 Bit macht kaum eine mobile Signalkette - und welche Naturereignisse bieten extrem große Eigendynamik? Erdbeben? Gut, dann wäre auch das DAT-Laufwerk schon mechanisch echt gefordert ;-)
""Überspitzt: Wenn ich eine Atmo "Wind im Laub" haben will, dann lasse ich den DA-P1 laufen ohne Mikrofon dran.""
Weil dessen MVV rauschen. Das ist aber kein Problem des Mediums DAT, sondern ein Problem fast ALLER Budget-Geräte...
Fazit: Wer ein unbegrenztes Budget hat wird mit HD/CF-Recordern glücklich werden,
für die anderen ist ein DAT-Recorder u.U. die bessere Wahl als irgendwelche Budget-CF/HD-Geräte, die nicht ausgereift sind und kaum bessere MVV haben als Profi-DAT-Portables.
**Das Pseudo-Argument "24Bit" ist in diesem Zusammenhang definitiv purer Blödsinn - also reines Marketing - weil:
-Die Systemdynamik ist DEUTLICH niedriger (s.o.)
-Medien werden sehr schnell voll - der Trend geht hier eher zu MP3(!)
-In der weiteren Verwendung (Film/Fernsehen/Untermalung) spielt die Dynamik des Formates überhaupt keine Rolle mehr
-Mir ist kein "Geräusch" bekannt, welches nicht mit der Dynamik eines 16 Bit-Systems mehr als ausreichend dokumentierbar wäre.

**HDs sind keinesfalls verläßlicher als DAT-Bänder (ich habe in 15 Jahren genau ein Problem gehabt, dafür aber mit etlichen defekten Festplaten zu tun!), CF&Co.-Medien sind sehr teuer, abgesehen davon gibt es hier (noch) keinen wirklich zukunftssicheren Standart...

Gruß,
Christopher
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Antwort#20
Zu 90% stimme ich zu.
Versuch mal ein Naturereignis, dessen Lautstärke Du i. d. R. nicht kennst, mit 16 Bit aufzunehmen und Du stellst fest, daß nur noch 10 bis 12 Bit Deines Aufnahmegerätes nutzbar sind. Oder Du riskierst Übersteuerungen. An dem Punkt wird es langsam knapp mit den 16 Bit. Gutest Beispiel: Gewitter.
-Erdie
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