Also danke nochmals für das Behringische Schreckenszenario, lach. Ich hab zwar einen tinnitus rechts , aber gott sei dank ist es noch nicht so weit, dass ich nen sägezahn nicht von nem sinus unterscheiden kann, aber meine Truppe spielt Latinjazz mit Naturinstrumenten, da hör ich grad noch ganz gut ob es zerrt. Jedenfalls ich werde auch das beherzigen, war sicher lieb gemeint... Ciao Klimperer
Bitte um Vergebung: Aber in der gesamten, inzwischen einigermaßen vielschichtigen Diskussion fehlt mir bezeichnenderweise das Wesentlichste: Der Nutzer analoger Pulte hat das Pegeldiagramm seines Werkzeugs möglichst vollständig zu verinnerlichen und jederzeit parat zu haben. Sollte ihm das zuviel sein, wird er unweigerlich irgendwann irgendwo im Signalpfad an der Wand anlaufen (vulgo: clipping). Ein Hersteller, der der Bedienungsanleitung/Handbuch seiner Pulte keine Pegeldiagramme beigibt, handelt unehrenhaft, selbst wenn der umsichtige Nutzer ohnehin nachmisst. Hans-Joachim
moin! ähm... mist in den eigenen tipfehler gestürzt. gemeint war 0= 0dBu d.H. man muss die dinger auf +4 pegeln um +4dBu zu erhalten. was einem in sofern leicht gemacht wird als das die lampen bis +4 grün leuchten.
Hallo Hans-Joachim! Als Pegeldiagramm bezeichnet man an welchem Knotenpunkt/Buss welche Absenkung bzw. Summierung stattfindet? Nur was hilft mir das, wenn der Summenbus keine Pegelanzeige Pre-Fader bereitstellt? Gruss, Thomas
Lieber Juppy, das Pegeldigramm definiert Aussteuerungsgrenzen und Betriebspegel -damit sind also auch die Aussteuerungsreserven erfasst- über das gesamte Gerät hin: Vergleiche dazu die entsprechenden und durchaus vorbildlichen Angaben z. B. in den Handbüchern zum Studer 961 oder 169; PFL sollte in der Regel auch in Summenkanälen bzw. Subgruppen möglich sein. Wenn das Mischpultkonzept das definierte Auflegen der PFL-Signale auf eine Messchiene nicht gestattet, kann ich daran leider nichts ändern: Ebendies ist aber definitiv ein Mangel an der Betriebstauglichkeit des verwendeten Pultes, für mich aber kein Grund, meine Forderung zu relativieren. Andererseits tut man sich als Praktiker nicht gerade schwer, die Aussteuerungsreserven messtechnisch solide zu ermitteln. Hans-Joachim
Lieber Hans-Joachim, Ein Problem das hierbei in der Praxis auftritt ist die Tatsache, dass Solo Funktionen oft schon vor dem Summenknoten abgezweigt werden. Bei einigermaßen zeitgemäßen Pulten ist Solo (auch PFL) meist nondestruktiv, was dieses dann voraussetzt. Hier muss man also schon beigehen und direkt "über alles" messen, dmit man den "richtigen" Weg durchs Pult erwischt. Mit ein paar parallelisierten Pegeltönen sollte das kein Thema sein, und dann kann man es sich ja ausmalen wie viele Additionen auf Nennpegel der Knoten wegsteckt, bis er zerrt. Liebe Grüße aus Wien, Tonmaus
Um Irrtümern vorzubeugen: Ich rede nicht nur vom Knotenpunkt, sondern bestenfalls auch, denn ein analoges Pult lässt sich an verschiedenen Stellen überfahren, unter denen der Knotenpunkt -ihm unmittelbar vorangeschaltet sind ja die Fader nebst Aufholverstärker- keineswegs zu den gefährdetsten Orten zählt.
Ein PFL, das destruktiv ist -was immer ich mir darunter vorzustellen habe- begegnete mir im professionellen Betrieb noch nicht, und mein Einblick in die technologische Entwicklung reicht weit vor die Zeit der 0-Ohm-Technik, ja den V41 zurück, als die lichtgepausten Pegeldiagramme der Pulte noch an die Wand gehängt wurden. Die gesamte Diskussion macht auf mich -gerade unter dem mir nur zu wohl vertrauten Aspekt analoger Pultkonzeptionen- einen etwas sachfremden Eindruck, weshalb ich bemüht war, den Diskussionsfokus auf relevante, kalkulierbare Sachverhalte auszurichten. Und das sind -für mich- nun einmal Aussteuerungsreserve/Klirrfaktor und Restgeräusch. Da kann man als Nutzer korrekt bzw. angemessen reagieren und klassisch danebenlangen, was übrigens auch durch die oben angezogene Klanglichkeitsfrage geschieht. Fährt man in die Begrenzung oder versumpft im Grundrauschen, dann ist das nicht "klanglich" daneben, sondern fachlich inakzeptabel, es sei denn, man suchte die entsprechenden Ergebnisse bewusst. Kenne ich mein Gerät, weiß ich, wie weit ich bei gegebener Ausgangsspannung (wo) abziehen darf, bis ich den Knotenpunktverstärker -"oder alles, was sein ist"- unzulässig weit in der Begrenzung habe. Da macht es keinen Unterschied, welche Sammelschienen, Verstärker oder Orte im Übertragungsweg davon betroffen sind. Die Ursache für die offensichtlich vorhandenen Verständnisprobleme 'verorte' ich im uns umgebenen Pegelchaos, angesichts dessen die 1,55-V-Zeit (Clipping in der Regel bei +22 dBu) als eine Insel der Seligen erscheinen will. Nun, digital hat sich die Sache erledigt, da existiert anderer Ärger. Doch darum ging es im vorliegenden Falle ja dezidiert nicht. Hans-Joachim
Hallo Tonmaus, also wenn ich gewußt hätte was ich da für ne lawine an beiträgen lostrete....anscheinend sind doch die kleinen wesentlichkeiten des tontechnikerhandwerks....bin ja nur ein no name hobbyartist auf dem gebiet..immer noch ein heisses eisen.....ich bin echt überrascht. Liebe Grüße von Klimperer
"Ein PFL, das destruktiv ist -was immer ich mir darunter vorzustellen habe- begegnete mir im professionellen Betrieb noch nicht" Hallo Hans-Joachim, Das ist umso besser, denn in all diesen Fällen fährst Du nicht über den selben Signalweg den das irgendwann einmal beabsichtigte Mastersummensignal nehmen wird. Gerade in Fällen, in denen die Pegelstatistiken nicht klar dokumentiert sind ist es nicht so ohne weiteres ersichtlich, ob die Meßergebnisse für alle Signalwege dieselben sind. Eine unvermutete Sparmaßnahme des Herstellers im Abhör/Meßweg kann da zu Erstaunen führen. Gerade außerhalb der Braunbuch-Realität. Zum anderen erwischst Du die vermaledeiten Aufholverstärker eben unter Umständen nicht. Grüße, Tonmaus
Also so viel ich weiß arbeiten die meisten Behringer-Pulte intern mit 0 dBu... Also ist das schon ok, wenn du auf 0 dB einpegelst (was im Behringer-Fall eben 0 dBu entspricht)... Hm, kompliziert und komisch, is aber so...