Hallo, ich würde gerne Gespräche zwischen mir und meinen Großeltern aufzeichnen. Möglichst in einer ganz normalen Gesprächsrunde am Küchen- oder Wohnzimmertisch, also sitzen alle in einem Kreis mit maximal 2 Meter Radius. Das ganze würde ich sehr gerne in digitaler Form speichern, also bräuchte ich entweder ein Mikrofon für meinen Laptop, oder eine Möglichkeit, das im Nachhinein auf meinen PC möglichst ohne große Verluste zu übertragen. Außerdem sprechen meine Großeltern z.T. etwas undeutlich, weswegen ich nicht gleich auf irgendeine 0815 Lösung zurückgreifen wollte. Auch können sich die Gespräche wohl leicht über mehrere Stunden hinziehen, weswegen die Laptop-Lösung wegen der Speicherkapazität ideal wäre, oder reicht vielleicht nicht doch schon ein stinknormales Diktiergerät für all das (ich hab absolut keine Ahnung, was die so können und wie lange man mit denen aufnehmen kann...)? Zu welcher Ausstattung würdet ihr mir raten? p.s.: Ich habe sehr wenig Ahnung in diesem Metier, habe mich damit nie beschäftigt. Sollte ich also mit diesem Post in dem Forum hier vollkommen an der falschen Adresse sein, bitte ich um Entschuldigung und wäre für Hinweise, wo ich Ratschläge bekommen kann, sehr dankbar :-)
Kürzlich hatten wir hier schonmal eine Frage zu einem ähnlichen Thema, wenn ich mich recht entsinne. Die Suchfunktion könnte dir Näheres verraten... Normale Diktiergeräte haben natürlich nicht gerade höchste Audioqualität. Wenn es nur darum geht, den Inhalt der Gespräche aufzuzeichnen und später zu transkribieren, und die technische Qualität zweitrangig ist, dann reicht das völlig. Wenn sie aber z.B. Dialektsprecher sind, deren Dialekt untersucht werden soll, wäre es schon gut, auch ein paar lautliche Feinheiten zu hören. Soll das Ganze im Radio gesendet werden, muß noch ein bißchen mehr technische Qualität her. Direkt in den Rechner gehen erfordert meist ein sog. Audiointerface, wenn Mikrofone im Spiel sind auch einen Mic-Vorverstärker, oder beides kombiniert. In vielen Preisklassen erhältlich. Suchfunktion wird auch hier weiterhelfen. Es gibt, für Archiv-/Diktier-/...-Zwecke sicherlich ausreichend, inzwischen sogar USB-Mikrofone, ich glaube von Samson. Die sehen groß und imposant aus. Wie sie klingen...hm, nie gehört. Ich würde dir allerdings, ehrlichgesagt, eher zu einem unauffälligen, kleinen MP3-Stick mit Aufnahmefunktion raten. Das ist handsam zu bedienen, wenig Stolpersteine, stört niemanden, und die sprachliche Information wird gut genug da sein. Gute technische Qualität braucht halt auch Erfahrung...
Leider wird oft vergessen, dass sich die Technik dem aufzunehmenden Inhalt unterzuordnen hat und das es eher ungünstig ist, wenn es sich umgekehrt verhält. So würde ich auf keinen Fall empfehlen, auch wenn es besser klingen könnte, den Grosseltern jeweils ein Grossmembranmikrofon vor den Mund zu stellen, aufwändige akustische Massnahmen in der Küche oder Wohnzimmer zu veranstalten und man sollte auch keine komplizierte Technik anwenden, die dem Interviewer mehr Aufmerksamkeit abverlangt, als die Zeit, die er sich für die Gesprächspartner nimmt. Extrem wichtig ist ja eine gute und entspannte Gesprächsatmosphäre und da sollte die Technik so unauffällig, wie möglich sein. Hierzu könnte ich mir vorstellen, dass es mit Blick auf die lange Aufnahmezeit auch ausreichen könnte, datenreduziert aufzunehmen (mit einem MP3-Recorder à la M-Audio Microtrack). Von Vorteil wäre eine Monoaufnahme mit dem Schwerpunkt auf Sprachverständlichkeit. Und da könnte es in Deinem Fall ideal sein, wenn ein Grenzflächenmikrofon direkt auf dem Tisch liegt. Mein Vorschlag: Als Mikrofon ATM-87 R (von Audio Technica) und als Recorder ein Compact-Flash basiertes Gerät mit der Möglichkeit das Mikrofon mit der erforderlichen Betriebsspannung zu versorgen und im MP3-Format aufzunehmen. Viel Erfolg! Gruss Stefan
Es gibt auch im Handel so manches taugliche Stereo-Mikrofon, man sollte das nur eben nicht mitten auf den Tisch, sondern etwas entfernt aufstellen, z.B. Sie sitzen am Kopfende eines ca. 2.20m Tisches, Ihre Eltern zu Ihrer Linken und Rechten an den Seiten. Wenn Sie dann nicht zu laut sprechen, könnte das ganz nett auch die Atmosphäre ein wenig mit abbilden. Achtung: Bei Sprache können Umgebungslaute schon stören, also nicht gerade das Zimmer an der Hauptstraße, und den Lautlüftenden Laptop in ein anderes Zimmer. Das Zimmer sollte natürlich nicht zu hallig sein. Geeignete Interfaces für's Laptop (über Firewire oder usb) gibts in stereo bereits günstig, (z.B. M-Audio, Edirol).
@Tiefflieger. Je nachdem wie oft Du die Aufnahmen machen möchtest würde ich zwei Varianten wählen. Für wenige Aufnahmen würde ich mir einen Flashkartenrecorder und ein paar vernünftige Nieren Kleinmembranmikrofone mit Mikrofonständer und Kabel leihen ... ... dann brauchst Du nur in die Equiptmentmiete und in eine CF-Karte sowie in einen CF-Kartenleser investieren. (Es sollte aber schon mindestens eine 2 GB Flashkarte sein, da es vorteilhaft ist mit 24 Bit aufzuzeichnen.) Aufzeichnen würde ich in Stereo. =====8
""F�r wenige Aufnahmen w�rde ich mir einen Flashkartenrecorder und ein paar vern�nftige Nieren Kleinmembranmikrofone mit Mikrofonst�nder und Kabel leihen ... ... dann brauchst Du nur in die Equiptmentmiete und in eine CF-Karte sowie in einen CF-Kartenleser investieren. (Es sollte aber schon mindestens eine 2 GB Flashkarte sein, da es vorteilhaft ist mit 24 Bit aufzuzeichnen.) Aufzeichnen w�rde ich in Stereo. "" Hallo? Da möchte jemand - ein Laie - seine Gro�eltern befragen... 24 Bit? Und wieso dann 2GB für "mehrere Stunden"? Warum nicht gleich in 96khz aufnehmen? Soll doch besser klingen. Wieso "ein paar" Nieren an einem "runden Tisch" mit drei Personen? Wie, Stereo?
Wie wäre es wieder mit ein paar brauchbaren Beiträgen, liebe Machito?
@hafi69. hafi69 schrieb: ----------------------- Hallo? Da möchte jemand - ein Laie - seine Großeltern befragen... ----------------------- Und? hafi69 schrieb: ----------------------- 24 Bit? Und wieso dann 2GB für "mehrere Stunden"? Warum nicht gleich in 96khz aufnehmen? Soll doch besser klingen. ----------------------- Ich habe ja zwei Lösungen vorgeschlagen. 1. Equipment ausleihen, 2. Selbst etwas kaufen. Es freut mich zu sehen, das mein 2. Vorschlag Dein Wohlwollen gefunden hat. ;-) Wenn ich mir Equipment ausleihe, warum dann nicht für die paar Kröten etwas gutes? Und wie sollen denn die Informationen noch in den PC (Notebook) kommen, damit man es auch auf ein zeitgemäßes Medium brennen kann? Es ist natürlich möglich sich eine gute alte Tante Nagra auszuleihen, aber waum nicht einen CF-Recorder nehmen, wenn er höchstwahrscheinlich die günstigste Alternative ist. Oder empfiehlst Du einen Dat-Recorder oder einen Kassettenrecorder? Wie sollen die Aufnahmen später ins Notebook kommen? Es braucht ein bischen Zeit, bis Mitmenschen etwas warm werden, so das eine entspannte Atmosphäre aufkommt, in der dann authentische Tonaufnahmen zustande kommen. Ein normales Interview würde ich in einer Tischrunde mit 2 m Radius nicht empfehlen (daher auch der Mikrofonvorschlag). Außerdem habe ich die Ausgangssituation so verstanden, das es mehrere Personen sind (Möglichst in einer ganz normalen Gesprächsrunde am Küchen- oder Wohnzimmertisch, also sitzen alle in einem Kreis mit maximal 2 Meter Radius.). Also meine 1. Ausgangsposition bezog sich auf geliehenes Equipment, und da würde ich mich wohl eher mit zeitgemäßen Equipment zufrieden geben ... ... außerdem finde ich, das auch Familienangehörige sich gut auf Tonaufnahmen machen sollten, vor allem wenn sie etwas zu erzählen haben. hafi69 schrieb: ----------------------- Wie wäre es wieder mit ein paar brauchbaren Beiträgen, liebe Machito? ----------------------- Ups, und ich dachte das mein Beitrag brauchbar war. Wenn Dir danach ist, kannst Du Dir ja mal den unteren Link anhören ...
Hallo Machiko, danke für deinen Sample, der ist sowohl technisch als auch inhaltlich essentiell. Mein Stiefvater hat vor 25 Jahren viele Zeitzeugen interviewt - mit einem "Universum" Mikro (natürlich mit DIN-Stecker, ich habe es noch...) und einem Cassettenrecorder. Das klang mies, erfüllte aber seinen Zweck letztlich voll & ganz. Das man das heute besser machen kann steht außer Frage - aber nicht ob man mit Kanonen auf Spatzen schießen muß. Heute würde man zum Beispiel ein MD-Portable (ich hasse diesen Fummelkram!) nehmen mit einem einfachen "Electret"-Stereo-Mikro. Schon mal deutlich besser als 1/8"-Tape ohne NR. Man könnte auch direkt auf einen PC/Laptop aufnehmen. Warum keine Profi-Technik - 24Bit & Co. ? Weil ein Laie da unterm Strich nicht mehr raus holt als mit einem Consumergerät. Und weil es überdies zweifelsfrei sinnlos ist Gespräche in 24 Bit aufzunehmen. Und daher empfand ich Deinen Beitrag als wenig brauchbar - zumindest für einen Anfänger. Grüße, Christopher