simpler symmetrischer mic pre (opamp)

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
hiho,
nach einer schaltung von paia - der einfachste mobile mic-pre mit je 1 opamp pro kanal. kriegt 2x 9V; lf351, lf356, besser 5534; für kondensatormikros die auch 9V-blöcke fressen - nt3 z.b.
mögl. anwendung: atmoaufnahmen in der pampa mitm r-09...
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Antwort#3
Sagt mal - was sind das denn für Bastler, die solche - halb embryonale - Schaltungen veröffentlichen?
Dem geübten Schaltungsentwickler fällt sofort auf, daß die Koppelkondensatoren am Eingang viel zu klein sind. Ein Eingangswiderstand von 1,8 kOhm mit einem Einkoppel-C von 0,1 µF ergibt eine untere Grenzfrequenz von 884 Hz!
Und was soll denn das 20 kOhm-Potentiometer und das Meßinstrument? Ist völlig überflüssig. Und ein "C" mit 1,8 kOhm? Was ist denn das?
Der LF 356 ist außerdem nicht rauscharm genug.
"simpler symmetrischer mic pre (opamp)" - so simpel die Schaltung ist, so wenig taugt sie auch.
Billig lohnt sich bei Mikrofonverstärkern nicht! Daher Nachbau nicht empfohlen.

MfG
Rainer
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Antwort#4
[ironie]
Wenn ein Tieftönerchassis für eine Sprechanlage benutzt werden soll,
könnte die Verzerrung der Eingangsbeschaltung noch eine halbwegs brauchbare
Sprachverständlichkeit ergeben.
[/ironie]
Es grüsst RainerK
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Antwort#5
Die Eingangsschaltung mit dem Kondensator von 100 nF = 0,1 µF und dem Widerstand von 1800 Ohm erzeugt meiner Meinung nach einen Bass-Cut (Hochpass). Das heißt die tiefen Frequenzen werden unterhalb von 884 Hz abgeschnitten oder nicht durchgelassen.
Wieso sollte denn die Schaltung gut für ein Tieftönerchassis einer Sprechanlage sein, frage ich RainerK?
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Antwort#6
Ob billig ausreicht, hängt ja vorallem vom Einsatzzweck ab.
Für Talkbackmikro reicht so ein Opamp völig aus.
Wenngleich es von SSM auch passende ICs gibt, die sogar einen eingebauten Compressor haben, was sich gerade bei Talkback sehr gut macht.
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Antwort#7
Ein Tieftönerchassis als Mikrofon war gemeint. Und dann hat die Eingangsschaltung
eine Entdröhnerfunktion. Soweit meine Erläuterung zu der ohnehin nur ironischen Anmerkung.
Für Talkback mit einem relativ normalen Mikrofon ist die Schaltung aber auch ungeeignet,
weil -10dB bei 300Hz gegenüber 1kHz selbst für Sprachverständlichkeit Schrott ist.
Es grüsst RainerK
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Antwort#8
Danke RainerK für die Auskunft. Bei Tieftonchassis habe ich glatt an den Klang eines Tieftonlautsprechers am Ausgang des Verstärkers gedacht. Du meinst aber den Missbrauch eines Lautsprechers als Not-Mikrofon, wie dieses hier:
Yamaha SUBKICK SKRM100 Kick Drum Microphone.

Es war eine clevere Vertriebsidee, die Yamaha NS10 Nearfield Monitore, die sich nicht mehr verkaufen ließen, als Bass-Drum-Mikrofon zu vermarkten.
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Antwort#9
ihr seid so gemein! :P
wie isn der hier aus australien?
http://sound.westhost.com/project66.htm
den 2n4403 gibts huer nich.
seid ihr sicher, dass c1/r1 nen hochpass bilden und nicht c1/innenwiderling des opamps? der tiefbass kommt gut rüber.
paia nutzt diese schaltung als vorstufe (20db), danach kommt noch ein opamp (40db).
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Antwort#10
Das Prinzip der vorliegenden OpAmp-Schaltung ist durch die Gegenkopplung mit R2 festgelegt:
Aus der Sicht des Eingangs hat das OpAmp mit dieser Gegenkopplung ein Ri von ca. 0 Ohm.
Der OpAmp ist also stromgesteuert, der Eingangswiderstand der Schaltung besteht also nur aus dem Z-Wert von R1 u. C1.
Die Beschaltung des 2. Eingangs dient nur der Symmetrierung bei gleichem Frequenzverhalten.
Die angeblich tolle "Tiefbasswiedergabe" ist also nur möglich, wenn der Ausgang
der Signalquelle erheblich hochohmiger ist, als der Z-Wert der RC-Kombination.
Das bedeutet allerdings, daß die Schaltung dann so gut wie keine Verstärkung mehr hat
und durch eine Drahtbrücke ersetzt werden kann und sollte.
Es grüßt RainerK
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Antwort#11
Entschuldigung für "das OpAmp"
... kommt davon, wenn man nach der Vorschau noch was ändert und dann nicht nochmal kontrolliert.
Bzgl. der austr. Schaltung: Sieht toll aus, ist aber nicht vollständig.
Mir fehlen da Bauteile für DC- u. HF-Blocking am Eingang
und ob der TL071 nun gerade besseren Rauscheigenschaften genügt, wage ich zu bezweifeln.
Der 2N4403 kann z.B. durch den Komplementärtyp des BC549 ersetzt werden: BC559.
Wenn man sich unbedingt was basteln und die Bauteile zusammensuchen will, bitteschön.
Aber was Vergleichbares bekommt man in der B-Marke beim großen T zu ähnlichem Preis als Fertiggerät: Einschalten und läuft.
Es grüßt RainerK
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Antwort#12
Der TL 071 ist als Mikrofonverstärker absolut nicht geeignet, weil er zu stark rauscht. Als Lineverstärker ist er - sofern keine hohe Belastung am Ausgang hängt - ohne weiteres brauchbar.

MFG
Rainer
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Antwort#13
Das habt Ihr nun von Euerem Gemecker: Die schöne Schaltung ist weg!
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Antwort#15
hi,
ich denk diese schaltung werde ich bauen - aber nen 351 am ausgang... (hab nochn paar)
gain würd ich am liebsten als stufenschalter auslegen.
zu b-marke thomann: finde mal einen BATTERIEbetriebenen mic pre für umme - darum gehts hier. den taui für nen shure o.ä. kann ich mir nich leisten.
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Antwort#16
so ungefähr :D
is ja eh nur ne grundschaltung, geht doch gut zum selber dimensionieren.
die line-stufe vom australischen is genauso :)
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Antwort#17
da habsch doch was vergessen:
also das poti quer bestimmt die gegenkopplung/verstärkung. ~0=max & 10k soll 6db sein? k.A., auf jeden fall log.
hat wer ne formel/werte für nen 10db-schalter?
10-60db so ungefähr.
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Antwort#18
Ebenso einfach läßt sich mit dem SSM201_ oder den Äquivalenttypen ein Mikrofonvorverstärker bauen. Wer Datenblätter und Applikationsvorschläge aufmerksam lesen kann, wird einige unnötige Fehler vermeiden können. Wenn der Ausgang auch symmetrisch sein soll, dann ist die enfachste Lösung auch hier ein Bauteil wie der SSM2142 oder Vergleichstyp anderer Hersteller.
Natürlich sind diese Spezialtypen etwas teuerer als die ICs aus der Krabbelkiste, was sich aber angesichts des Arbeitsaufwandes (time is money ...) relativiert. Und die Bauteile drumrum wie auch eine Platine kosten unabhängig von den ICs ebenfalls Geld ...
Alternativ könnte man auch hier stöbern:


http://sound.westhost.com/p-list.htm
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